Jedes Modul beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Sie halten eine kurze Rede, wir nehmen sie auf und sehen sie gemeinsam an. So wird früh klar, wo Ihre Stimme trägt, wo die Haltung Unsicherheit verrät und wo der Aufbau Ihrer Gedanken das Publikum verliert. Aus diesem Befund entsteht Ihr persönlicher Übungsplan, kein Standardprogramm.
Die Inhalte greifen ineinander. Stimme und Raumakustik bilden die Grundlage, denn was in der letzten Reihe nicht ankommt, hilft auch die beste Dramaturgie nicht. Darauf bauen Körpersprache und Aufbau der Keynote auf. Wir lehren diese Bereiche nicht getrennt, sondern zeigen, wie Atmung, Gang und Spannungsbogen an derselben Stelle zusammenwirken.
Unsere Dozenten korrigieren knapp und genau. Statt allgemeinem Lob erhalten Sie eine konkrete Beobachtung, eine Ursache und eine Übung dafür. Matthias Weigand arbeitet an Atmung, Resonanz und Mikrofontechnik, Sabine Lorenz an Haltung und Bewegung, Dr. Katharina Brandt an Dramaturgie und Auftrittsplanung. Jeder bleibt in seinem Fach und kennt dennoch Ihren Stand in den anderen.
Im Übungssaal proben Sie unter Bedingungen, die einer großen Bühne nahekommen: mit Scheinwerfern, Kamera und Publikum. Das Videofeedback macht sichtbar, was Sie selbst nicht wahrnehmen, etwa Füllwörter, ein unruhiger Stand oder ein zu früh gesetzter Schluss. Wir zeigen die Aufnahme, benennen eine Sache und lassen Sie die Passage erneut sprechen.
Diskretion gehört zur Methode. Viele unserer Teilnehmer tragen Verantwortung für Unternehmen und üben ungern vor Fremden. Die Gruppen bleiben klein, Aufnahmen verbleiben bei Ihnen, und über Inhalte Ihrer Reden sprechen wir nur mit Ihnen. Das schafft den Raum, in dem man Fehler macht, bevor sie auf der echten Bühne zählen.